Anfängerfehler in der Fotografie vermeiden

Belichtungszeit, Brennweite, Bildausschnitt, Bildwirkung, Blitz: Es gibt erstaunlich viele Begriffe mit "B" rund ums Fotowissen. Holen Sie ab sofort noch mehr aus Ihren Motiven heraus und steigern Sie die Qualität als Foto-Anfänger! In unserem Ratgeber haben wir die 7 häufigsten Fehler beim Fotografieren zusammengestellt und verraten Ihnen natürlich auch die Lösung.

1. Motive werden nur herangezoomt

Zu den häufigstenFehlern beim Fotografieren lernen gehört die "Angst vor dem Motiv". Viele Einsteiger zoomen das Objekt der fotografischen Begierde lieber mit der Kamera heran anstatt sich darauf zuzubewegen. Wenn es sich nicht gerade um einen hungrigen Löwen auf der Safari handelt, ist es jedoch besser, sich selbst in Bewegung zu setzen. Beim Zoomen wird nämlich der ganze Hintergrund groß eingefangen. Und das kann vom Hauptmotiv ablenken und das Bild statisch wirken lassen.

2. Langweilige oder falsche Perspektiven

Viele Foto-Einsteiger nehmen Ihre Bilder von vorne und in Augenhöhe auf. Das Spiel mit verschiedenen Perspektiven gehört aber zu den wichtigsten kreativen Fototipps, um die Aufnahmen spannender und abwechslungsreicher erscheinen zu lassen. Wenn Sie sich um das Motiv herumbewegen, in die Hocke gehen oder auch mal von oben fotografieren, entstehen durch den ungewohnten Blickwinkel interessante Aufnahmen. Die Ausnahme bilden Portraitfotos. Hier ist die Frontalperspektive die richtige, andernfalls wirken die Gesichter verzerrt.

3. Einfach drauflos knipsen

Nach dem Motto "viel hilft viel" machen Anfänger häufig unzählige Fotos, in der Hoffnung, dass ein paar schon gelingen werden. Richtig gute Bilder entstehen aber, wenn Sie sich Zeit nehmen und sich Gedanken über den Bildaufbau (Link zu LP „Bildgestaltung“) und die Aussage machen, die das Foto haben soll. Geben Sie der Aufnahme in Gedanken einen Titel und versuchen Sie dann, sie so zu gestalten, dass die dafür relevanten Elemente im Vordergrund stehen. Dabei hilft die Drittelregel mit ihren gedachten Linien.

 

4. Dem Licht wird zu wenig Beachtung geschenkt

Harte Schatten, schlechter Kontrast, Überbelichtung: Dazu kommt es, wenn beim Fotografieren nicht auf die Lichtverhältnisse geachtet wird. Auch ist das Licht ganz entscheidend für die Bildstimmung! In der prallen Mittagssonne erscheint die alte Eiche völlig anders als in der dämmerigen "blauen Stunde" kurz vor dem Sonnenuntergang. Neben der Beherrschung der technischen Fotogrundlagen wie Blende und Belichtung lautet der wichtigste Tipp in puncto Licht deshalb, die gleichen Motive zu verschiedenen Zeiten aufzunehmen.

 

5. Sie verlassen sich zu sehr auf die Technik

Natürlich machen moderne Digitalkameras mit ihrer Automatik vieles für Anfänger einfacher, trotzdem sollten Sie die manuellen Einstellungen Ihrer Kamera kennen und benutzen. Nur so sind vielfältige Aufnahmen möglich, bei denen Sie richtig kreativ werden. Auch lassen sich optische Fehler in der Fotografie wie Streulicht und Blooming (helle Flecken) besser beherrschen und vielleicht sogar gezielt als besondere Effekte einsetzen.

 

6. Das Format ist falsch

Nehmen Sie Fotos im JPG-Dateiformat auf, berauben Sie sich zahlreicher Möglichkeiten bei der Nachbearbeitung der Bilder. Denn die Komprimierung spart zwar Platz auf der Speicherkarte, aber auf Kosten wichtiger Bildinformationen. Im RAW-Modus bleibt das Bild von der Kamera unbearbeitet, es ist "roh". Sie können mit einem Bildbearbeitungsprogramm alle Änderungen vornehmen, die Sie möchten, etwa beim Weißabgleich. Da RAW-Bilder immer bearbeitet werden sollten, sollten Sie hier zumindest Grundkenntnisse haben.

 

7. Den Fotos fehlt es an Tiefe

Anfänger machen gern den Fehler, allen Bildkomponenten die gleiche Bedeutung zu geben. Ein sehr effektives Mittel für bessere Fotos ist die Tiefenwirkung. Aufnahmen mit dreidimensionaler Dynamik sehen wie aus dem Leben gegriffen aus. Zu erreichen ist die räumliche Wirkung, indem Sie dem Bild einen Vorder-, Mittel- und Hintergrund geben. Hinter- und Vordergrund sind dabei unscharf, das Hauptmotiv in der Mitte hingegen scharf.