Fotografie lernen – schnell zu schönen Bildern

Für Einsteiger ist Fotografieren mit einer Kamera jenseits des Automatikmodus oft eine Herausforderung. Welche Blende ist die richtige, welche Belichtungszeit soll ich einstellen und wie vermeide ich weit verbreitete Fehler beim Fotografieren wie verwackelte Aufnahmen? Unser Basiswissen hilft Ihnen im Folgenden, die passenden Kameraeinstellungen zu finden und künftig mehr als nur zu "knipsen".

Mit welcher Kamera fotografieren Anfänger am besten?

Am besten lernen Sie die Grundlagen des Fotografierens mit einer Spiegelreflexkamera oder einem spiegellosen Systemmodell – Kompaktkameras bieten in der Regel gar nicht die Möglichkeit für manuelle Einstellungen. Schaffen Sie sich ein solides Einsteigergerät an, es muss dabei nicht das aktuelle Highend-Produkt sein: Das fotografische Handwerk lernen Sie damit genauso gut. Zu viele Funktionen lenken womöglich vom Wesentlichen ab.

Zum Ratgeber „Kamera für Anfänger“

Weniger Zubehör ist beim Fotografieren für Einsteiger mehr

Auch viel Zubehör ist zum Fotografieren zunächst nicht erforderlich. Bevor Sie in Objektive für Ihre Kamera investieren, sollten Sie zunächst den Umgang mit der richtigen Perspektive lernen. Wenn Sie sich selbst einem Motiv nähern oder sich davon entfernen, verinnerlichen Sie die Möglichkeiten, die Sie beim Bildausschnitt haben. Ein Objektiv mit einer Festbrennweite von 50 mm ist für den Anfang ideal. Betrachten Sie die Zoomfunktion als gestalterisches Mittel, um etwa mit längeren Brennweiten gezielt eine Tiefenunschärfe zu erzeugen.

 

 

Die wichtigsten Begriffe kurz erklärt

Im Grunde brauchen Sie nur drei Einstellungen zu beherrschen, die im Zusammenspiel für eine hervorragen

  • Blende: Sie regelt den Lichteinfall – eine kleine Blendenzahl, etwa f2, steht für eine weit offene Blende, eine große Zahl für eine geschlossene. Die Tiefenschärfe nimmt zu, je höher f ist.
  • Belichtungszeit: Sie bestimmt, wie lange der Lichteinfall dauert und somit zusammen mit der Blende die Helligkeit der Aufnahme. Als sehr kurze Belichtungszeit gilt 1/1000 Sekunde, als lange 1/2.
  • ISO: Der Wert, definiert von der Internationalen Organisation für Normung (ISO), steht für die Lichtempfindlichkeit des Kamerasensors. Bei Dunkelheit wird er eher hoch, bei Helligkeit niedrig eingestellt.

 

 

Tipps fürs Fotografieren mit Blende, Belichtung und ISO

Um wie ein Profi zu fotografieren, sollten Sie die Einstellungen der Kamera und ihre Wirkung intuitiv beherrschen. Dann können Sie sich besser auf den kreativen Part konzentrieren. Eine sogenannte Foto-"Cheatcard" mit den wichtigsten Angaben für Blende, ISO und Belichtung hilft beim Lernen – es gibt den Spickzettel als kostenlosen Download im Internet. Merken Sie sich außerd

  • offene Blende = unscharfer Hintergrund, gut für Motive in Bewegung
  • hoher ISO-Wert = günstig, wenn Sie ohne Blitz fotografieren
  • mittlere Blende 8 und 1/125 Belichtungszeit = Standardeinstellung in der Sonne/li>

 

 

Der kreative Fotokurs für Hobbyfotografen ist ein Prozess

Neben dem technischen Know-how kommt es beim Fotografieren lernen auf Kreativität bei der Bildgestaltung an. Und die können Hobbyfotografen nur mit der Zeit entwickeln. Für perfekte Aufnahmen ist also neben einem Tutorial vor allem Geduld erforderlich. Machen Sie anfangs von jedem Motiv mehrere Bilder mit verschiedenen Einstellungen und vergleichen Sie, wie sich dadurch die Bildaussage verändert. Wechseln Sie die Perspektive und fotografieren Sie dasselbe Motiv zu verschiedenen Tageszeiten. Vor allem in der Zeit vor Sonnenaufgang und -untergang ermöglicht das Licht spektakuläre Aufnahmen.

 

 

Kleine Tricks mit großer Wirkung

Es gibt noch einige weitere Tipps und Tricks rund ums Fotografieren, die mit einfachen Mitteln bessere Bilder ermöglichen. Dazu gehört, dass Sie bei der Bildgestaltung das Motiv nicht "überfüllen", indem Sie möglichst viele Details einfangen möchten. Konzentrieren Sie sich im Gegenteil lieber auf ein Hauptmotiv. Verzichten Sie möglichst auf den Blitz, der ohnehin nicht mehr als eine Notlösung ist. Wirklich gute Aufnahmen mit dem künstlichen Licht gelingen nur mit externen Blitzgeräten. Denken Sie daran, mit dem Autofokus manuell das Motiv scharf zu stellen.