Tierfotografie: Tipps für tierisch gute Bilder

Scharfe und schöne Tierbilder aufzunehmen, erfordert ein bisschen Übung. Haben Sie gerade alle Einstellungen an der Kamera vorgenommen, entschließt sich Ihr Hund doch lieber dem Ball hinterherzurennen – und schon ist nur noch ein Teil des Tieres auf dem Foto zu sehen. Unsere praktischen Foto-Tipps für Tieraufnahmen helfen Ihnen, diese Bewegungsdynamik zu meistern. Schießen Sie ab sofort richtig gute Fotos von "wilden" Tieren oder Haustieren..

Die richtige Kamera für die Tierfotografie

Welche Ausrüstung Sie brauchen, hängt vom Motiv ab. Für die Hundefotografie oder das Katzenshooting des eigenen Vierbeiners reicht tatsächlich schon ein Smartphone zum Fotografieren. Schließlich sind Sie mit dem Tier vertraut und es lässt sie problemlos nah an sich heran. Anders sieht es mit Wildtieren oder großen Haustieren aus: Um scheue Waldbewohner aufzunehmen oder auch für die dynamische Pferdefotografie ist eine Digitalkamera mit Standard- und Teleobjektiv Pflicht.

So gelingt das Tiershooting zu Hause

Halten Hund, Katze, Meerschweinchen oder der Papagei gerade still, begeben Sie sich am besten auf Augenhöhe mit dem Tier. Dadurch können Sie wie bei der menschlichen Portraitfotografie die Emotionen viel besser einfangen und die Bilder wirken spannender als Aufnahmen von oben. Wählen Sie eine große Blende, eine mittellange Belichtungszeit und einen niedrigen ISO-Wert – der Hintergrund wird dadurch unscharf und die Gefahr von Wacklern und Bildrauschen wird minimiert. Achten Sie auf einen möglichst seitlichen Lichteinfall und benutzen Sie nie den Blitz.

Hund und Katze in Bewegung ablichten

Eine ganz andere Situation ergibt sich, wenn Sie Ihr Tier in Bewegung fotografieren möchten. Ein Hundeshooting beim Ballfangen erfordert auf jeden Fall passendes Licht und kurze Verschlusszeiten von 1/500 bis 1/1000 s. Halbschatten oder leicht bedeckter Himmel sind bei Außenaufnahmen besser als pralle Sonne. Verwenden Sie den Serienbildmodus, fällt es leichter, das Tier mit der Kamera einzufangen als wenn Sie das Gerät aktiv mitziehen.

Große Wildtiere vor der Kamera

Aufnahmen von scheuen Rehen oder Vogelfotos gelingen nur mit dem passenden Objektiv für diese Art der Tierfotografie. Ein Tele mit mindestens 200 mm Brennweite ermöglicht ausreichenden Abstand, um die tierischen Models in ihrem natürlichen Lebensraum ungestört abzulichten. Da solche Objektive durchaus schwer sind und Sie mitunter lange in ruhiger Haltung verharren müssen, ist ein Stativ zu empfehlen. Fernauslöser ermöglichen ohne verkrampfte Finger im richtigen Moment das Foto zu schießen.

 

Schmetterlinge, Ameisen & Co.: Tierfotografie im Kleinen

Je nach Urlaubsziel sollten Sie sich vorher über eventuelle Fotoverbote vor Ort informieren. So ist es in arabischen Ländern tabu, Insekten haben den großen Vorteil, dass Sie beim Fotografieren nicht so schnell flüchten und Sie nahe herangehen können. Ein wunderschöner Schmetterling ist ein ebenso lohnendes Motiv wie der Storch im Nest auf dem Kirchturm. Für detailreiche Bilder verwenden Sie am besten ein Makro-Objektiv mit 105 mm und ein Stativ mit Fernauslöser, um Verwackler zu vermeiden. Um störende Reflexionen in der Umgebung auszumerzen, hilft ein Polfilter.

 

Richtig fokussiert, ist halb gut aufgenommen

Das bei der Aufnahme von Tieren, egal ob Vogelfotografie oder Katzenshooting, oft wenig Zeit zum Fokussieren bleibt, sollten Sie an der Kamera den dynamischen Autofokus (AF-C) einstellen. Die Scharfstellung erfolgt dann nicht mehr vor jedem Auslösen manuell, sondern kontinuierlich, solange Sie den Auslöser halb drücken bzw. die AF-Taste aktiviert ist. Damit beim Fotografieren von Tieren hinter Zäunen nicht die Maschen im Bild zu sehen sind, halten Sie die Kamera ganz nahe heran und stellen eine niedrige Blendenzahl ein.