Reisefotografie: Tipps und Ideen für gelungene Urlaubsfotos

Eines vorneweg: Wer wirklich gute Reisefotos mit nach Hause bringen will, sollte sich ein wenig vorbereiten. Denn Strand, Meer, Bergpanoramen oder Straßenschluchten lassen sich mit der richtigen Fotoausrüstung und etwas Know-how noch schöner in Bildern festhalten. Wir verraten jetzt, welche Kamera am besten für Reisefotografie geeignet ist und liefern Ihnen Inspiration für den nächsten Urlaub.

Ob Sie die Fotos für ein Reisetagebuch aufnehmen oder Ihre Urlaubserinnerungen später für einen großformatigen Fotodruck verwenden möchten: Mit einer richtigen Kamera haben Sie noch mehr kreative Möglichkeiten und eine unvergleichliche Bildqualität in der Reisefotografie. Zu empfehlen ist eine Kompaktkamera mit Dreifachzoom. Faszinieren Sie Landschaftsfotos, ist eine Spiegelreflexkamera mit Superzoom-Objektiv eine gute Wahl. Damit können Sie mit nur einem Objektiv schöne Panoramen in ihrer ganzen Breite aufnehmen und Details ranzoomen. Mehrere Speicherkarten und ein Ersatzakku ergänzen diese Grundausstattung.

Urlaubsfotos am Strand: Ideen für mehr Abwechslung im Motiv

Das blau schimmernde Wasser und jede Menge Sand: Urlaubsbilder vom Meer sind toll, sehen sich aber oft ähnlich. Kreative Abwechslung bei der Motivwahl schaffen Sie mit interessanten Objekten, die Sie am Rand des Bildes einfangen. Das können knorrige Bäume, Felsformationen, Boote oder Strandhäuschen sein. Gleichen Sie die grelle Sonne und die Reflexionen des Sands technisch aus, indem Sie auf einen niedrigen ISO-Wert, eine große Blende und eventuell einen Polfilter achten.

Die Kunst der Bildkomposition mit der Drittelregel

Um spannende Bilder bei der Reisefotografie anzufertigen, gibt es ein einfaches, aber effektives Mittel der Bildgestaltung: den Goldenen Schnitt. Das Bild wird hier horizontal und vertikal durch ein Raster gedrittelt. Ihr zentrales Motiv rücken Sie im Sucher nun in das obere oder untere Drittel, etwa die Horizontlinie am Meer – schon wirkt das Foto viel dynamischer als wenn Sie das Motiv mittig platziert hätten. Der Horizont sollte möglichst gerade durchs Bild laufen, dabei helfen die Orientierungslinien in der Linse.

Knigge für Urlaubsfotos: Was darf vor die Linse?

Je nach Urlaubsziel sollten Sie sich vorher über eventuelle Fotoverbote vor Ort informieren. So ist es in arabischen Ländern tabu, Privatbesitz zu fotografieren. Religiöse Stätten aufzunehmen, gilt in vielen Kulturen als respektlos. Selbst wenn keine offiziellen Verbote gelten, sollten Sie Taktgefühl zeigen. Fragen Sie also vorher um Erlaubnis, wenn Sie die Einheimischen ablichten möchten. Wollen Sie Bilder von Gebäuden oder Kunstwerken veröffentlichen, sind Urheberrechte zu beachten. Die Panoramafreiheit gilt nicht überall: Bilder vom Eiffelturm bei Nacht etwa dürfen nicht ohne Genehmigung online gehen.

 

Posen und Kulissen für Urlaubsfotos

Beim Fotografieren im Urlaub sollen Sie bzw. Ihre Liebsten natürlich auch aufs Bild – am besten vor einem spektakulären Hintergrund. Machen Sie sich hier aber nicht zu viel Druck, das perfekte Portrait einzufangen. Sie wollen Ihren Urlaub schließlich genießen. Natürliche Bewegungen entfalten auch ihren Reiz. Probieren Sie einfach mal was Neues aus: Gehen Sie in die Hocke und halten Sie die Familie beim Bummel durch die Gassen eines mediterranen Dorfes fest oder fotografieren Sie von oben aus einem Gebäude heraus – damit erhalten Sie garantiert tolle Reisebilder, die zudem eine neue Perspektive liefern.