Landschaftsfotos: Tipps für einzigartige Aufnahmen

Wunderschöne Landschaftsbilder faszinieren mit ihrer Farbenpracht, vermitteln Tiefe und schlagen die Betrachter mit einem Gefühl des "Da möchte ich auch mal hin" in ihren Bann. Als Fotograf benötigt es etwas Geschick, Geduld und technisches Verständnis für Landschaftsfotografie. Neben den richtigen Kameraeinstellungen und dem passenden Equipment ist der Bildaufbau entscheidend – lesen Sie, wie Sie tolle Landschaftsfotos machen!

Diese Ausrüstung brauchen Sie für die Landschaftsfotografie

Als Minimalausstattung für Anfänger genügen eine Spiegelreflex- oder Systemkamera und ein Weitwinkelobjektiv. Damit gelingt Ihnen sicher schon tolle Landschaftsfoto. Möchten Sie tiefer in die Materie einsteigen und alle Möglichkeiten bei verschiedenen Arten von Fotografie ausschöpfen, gehören eine Stativ, Objektivfilter und ein Fernauslöser zum Handwerkszeug. Mit diesem Equipment sorgen Sie für eine absolut ruhige Kamera und können auch bei schwierigen Lichtverhältnissen wie praller Sonne oder Reflektionen perfekte Fotos aufnehmen.

Das Handwerkszeug beherrschen: Belichtung & Co.

Es mag sich nach einem banalen Tipp für die Landschaftsfotografie anhören, aber das schmälert dessen Bedeutung nicht: Vergessen Sie den Automatikmodus Ihrer Kamera! Ohne manuelle Einstellungen für die Belichtungszeit, Blende und den ISO-Wert werden Sie keine Naturaufnahmen mit Aha-Effekt auf die Speicherkarte bannen können. Beim sogenannten magischen Dreieck der Fotografie kommt es auf deren optimales Zusammenspiel an. In unserem Ratgeber zur Bildkomposition erfahren Sie noch mehr dazu!

Welche Kameraeinstellungen sind der "Standard" für Landschaftsfotos?

Konkret bieten sich als allgemeine Konfiguration für Landschaftsbilder folgende Werte an:

  • Blendenzahl: Je nach Lichtverhältnissen empfiehlt sich ein Wert von f/8 bis f/11. Je höher, desto weniger Licht fällt auf den Sensor. Da die Blende aber auch die Tiefenschärfe reguliert, ist ggf. eine andere Einstellung sinnvoll. Dabei gilt: Je höher die Blendenzahl, desto schärfer der Hintergrund.
  • ISO-Wert: Mit der Einstellung "100" fahren Sie bei normalen Lichtverhältnissen gut, in der Dämmerung mit "400".
  • Verschlusszeit: Die Belichtung justieren Sie am besten, nachdem Sie die anderen Einstellungen vorgenommen haben: Der Wert sollte bei "0" stehen.

 

Tipps und Tricks für die fortgeschrittene Landschaftsfotografie

Zu den fortgeschrittenen Techniken bei Naturaufnahmen zählt die Langzeitbelichtung. Dabei wird das Motiv mit langen Belichtungszeiten von mehreren Sekunden aufgenommen. Auf diese Weise können Sie den Sternenhimmel abbilden und Bewegungen verwischt einfangen. So lassen sich beispielsweise Wasserfälle mit der typisch dynamischen Anmutung einfangen. Um die Gefahr der Überbelichtung zu reduzieren, kann ein Neutraldichte-Filter (ND-oder auch Graufilter) zum Einsatz kommen. Möchten Sie die Farben verstärken, ist ein Polfilter die richtige Wahl.

 

Der Bildaufbau: von Linien und Rastern

Sind die Kameraeinstellungen und das Zubehör quasi die Pflicht beim Fotografieren von Landschaften, ist der Bildaufbau die Kür. Einfache Mittel wie der Goldene Schnitt und die Drittelregel helfen bei der Komposition. Dafür wird der Bildausschnitt in neun gleich große Rechtecke eingeteilt und die relevanten Elemente auf den Linien und Schnittpunkten positioniert. Zwei horizontale Linien dritteln das Bild –den Horizont oder andere wichtige Horizontallinien setzen Sie nun gerade auf eine der Linien: Schon ergibt sich ein harmonischer Bildaufbau.

 

Das ist bei der Bildbearbeitung zu beachten

Möchten Sie die Landschaftsfotos später mit Bildbearbeitungsprogrammen optimieren, sollten Sie im Rohdaten-oder RAW-Format aufnehmen. Es komprimiert oder verändert die Bilder nicht, sodass Sie später den größten Gestaltungsspielraum haben und beispielsweise die Farben des Fotos ohne Qualitätsabstriche verändern können. Auch unerwünschte Reflektionen, Unschärfen oderein schiefer Horizont lassen sich per Bildbearbeitung nachträglich korrigieren.