Food-Fotografie: Tipps für perfekte Bilder

Auf Foodblogs sehen die Speisen immer wie im Kochbuch aus: einfach perfekt. Möchten Sie als Anfänger auch so tolle Aufnahmen von Ihren Kreationen machen, gibt es einiges zu beachten. Wir erklären die Grundregeln einer gelungenen Food-Fotografie und geben Tipps für Bilder, die das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Wie bei den Zutaten für ein Rezept, gilt es auch hier, alles zu einer harmonischen Einheit zu vereinen.

Essensfotos mit dem Smartphone

"Hmmhh, sieht das lecker aus!" Schaffen es Foodfotos, dem Betrachter derartige Kommentare zu entlocken, haben die Aufnahmen ihr Ziel erreicht. Dafür brauchen Sie noch nicht einmal eine teure Kamera. Um Essen appetitlich abzulichten, genügt schon ein Smartphone. Mit Foto-Apps, die speziell auf die Ablichtung von Speisen und Getränken zugeschnitten sich, lassen sich passable Aufnahmen machen. Mit der Suchanfrage "Food Foto App" werden Sie im Google Play und Apple Store fündig.

Food-Fotografie-Equipment für Fortgeschrittene

Während sich das Smartphone vor allem für Schnappschüsse im Restaurant oder gelegentliche Aufnahmen von selbst zubereiteten Gerichten eignet, greifen echte "Foodies" lieber zur Kamera. Dank der großen Sensoren, zahlreicher manueller Einstellmöglichkeiten und der Möglichkeit des Objektivwechsels bietet eine Spiegelreflex- oder Systemkamera einfach mehr gestalterischen Spielraum. Ergänzen Sie das Gerät um ein lichtstarkes Makro-und eventuell ein Zoom-Objektiv sowie ein Stativ, sind Sie bestens ausgerüstet.

 

Der Szenenaufbau: Kulisse für Lebensmittel

Das technische Equipment für die Food-Fotografie ist von Foto-Anfängern mit etwas Übung leicht zu handhaben. Machen Sie sich vorab lieber Gedanken um den Szenenaufbau, also die gekonnte Inszenierung einzelner Lebensmittel. Ein Teller mit Suppe auf einer Tischplatte würde allein verloren wirken. Wenn Sie allerdings um das kulinarische Zentrum des Bildes ein bisschen Deko platzieren, wird das Motiv gleich lebendig. Nehmen Sie als Kulisse schöne Gläser, Servietten und Besteck. Oder Sie lassen sich von den Zutaten der Speise inspirieren und platzieren Gewürze und frische Kräuter um den Teller herum.

 

Licht, Hinter- und Untergrund für eine gelungene Food-Fotografie

Steht die Szene, geht es ans Ausleuchten. Bei weichem Tageslicht wirkt Essen natürlicher als bei hartem künstlichem Licht. Ein seitliches Fenster ist ideal – bei Gegenlicht helfen Reflektoren, Schattenwurf zu vermeiden. Hinter- und Untergrund sollten zum Motiv passen. Speisen der Asia-Küche etwa lassen sich wunderbar auf einer Bambusmatte als Untergrund präsentieren. Mediterrane Pasta wirkt wiederum auf einer rustikalen Holzplatte mit einer Flasche Wein und einem Glas authentisch.

 

Die perfekte Perspektive und Bildkomposition

Um ein Foto harmonisch wirken zu lassen, gibt es ein paar einfache Grundregeln der Bildgestaltung. So sollte das Hauptmotiv nach der Drittelregel an den Schnittpunkten eines 9-teiligen Rasters platziert werden. Hohe Speisen wie eine mehrstöckige Torte kommen aus der Frontalperspektive aufgenommen gut zur Geltung, während Tellergerichte aus einem 90-Grad-Winkel von oben fotografiert besser wirken. Ein einfacher Trick, um das Auge des Betrachters auf das Motiv zu lenken, ist die großzügige Verwendung von Negativ- bzw. Leerraum.

 

Die Frische der Lebensmittel betonen

Ausrüstung, Einstellungen und Requisiten sind für Essensfotos erforderlich, doch die Frische der verwendeten Lebensmittel ist für einen tollen Effekt am wichtigsten. Profis helfen mit einigen Tricks nach, damit Lebensmittel wie frisch geerntet oder gerade erst serviert aussehen. Etwas Pflanzenöl sorgt dafür, dass Fleisch nicht austrocknet und lässt Oberflächen bei Bedarf schön glänzen. Blanchiertes Gemüse hat kräftigere Farben und ein paar Tropfen Wasser auf rohen Zutaten sorgen für den typisch erntefrischen Look.